Mode, Kunst & more

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     Bilder
     Sagen und Märchen

* Freunde
   
    tamys

   
    nikinyan

    - mehr Freunde

* Letztes Feedback
   27.06.13 00:02
    Das gibt es auch noch in
   27.06.13 00:05
    Hey cool das wusste ich
   30.06.13 10:28
    Das Bloggen ist ja auch






Der Liebeskristall Teil 1

Diesmal möchte ich cogenial sein und euch eine vietnamnesische Sage übersetzen. Sie ist sehr lang deshalb teile ich es auf in zwei Teile.


Vor allzu langer Zeit da lebte ein mächtiger Mandarin mit seiner Tochter, Mi Nuong, in seinem Palast nahe eines roten Flusses. Wie üblich für die Frauen ihres Ranges wurde Mi Nuong von den Augen, der sie verehrenden Männern ferngehalten. Die meiste Zeit verbrachte sie oben an der Spitze eines Turmes. Dort saß sie auf einer Bank nahe eines Fensters in form eines Halbmondes, lesend oder stickend, quatschend mit ihrer Zofin und schaute sie hinaus in den Garten und dem Fluss. Eines Tages als sie am Fenster saß, nahm sie weit entfernt ein Lied wahr, eine tiefe, aber süße Stimme sang es.
"Hörst du es ?" fragte die junge Frau ihre Zofin. "Wie schön er singt? Die Stimme rückte näher.

Meine Liebe ist wie eine Blume im Wind,
Meine Liebe ist wie ein Mondlichtstrahl auf den Wellen.

"Dieser Mann muss noch jung und sehr gut aussehend sein" schwärmte Mi Nuong. Plötzlich wurde die Tochter des Mandarin ganz aufgeregt "Vielleicht weißt er wo ich bin und singt das Lied nur für mich" Die Augen der Zofin weit geöffnet fügte hinzu "Meine Lady vielleicht ist er der Mann, der dazu bestimmt ist euch zu heiraten" Mi Nuong verspürte wie eine Röte in ihren Wangen aufstieg und ein wildes Herzklopfen machte sich breit.

Das Boot mitsamt dem Lied glitten langsam davon. Mi Noung warf Blumen aus dem Fenster, als Zeichen dafür, dass ihr der Gesang gefiel.

Der Sänger verstand die Geste sofort. So fuhr er Tag täglich so nahe es ihm möglich war zum Turm, um für das holde Fräulein zu singen.

Als dann, eines Tages die Stimme verstummte, wartete Mi Nuong den ganzen Tag auf ihre Wiederkehr, den nächsten Tag und den Tag danach auch.

Vergebens denn, die Stimme kehrte nicht zurück.
"Warum kommt er nicht?" fragte sie mit trauriger Stimme ihre Dienerin. Keine Antwort. Als weitere Tage vergingen, wurde die Adelige furchtbar blass und schwach. Letzten Endes ging sie zu Bett und blieb dort. Der Mandarin besuchte sie, "Tochter was ist los mit dir?"
"Es ist nichts Vater" antwortete sie ihm schwach.
Der Mandarin schickte sie zum Arzt. Nach der Untersuchung berichtete der Arzt dem besorgten Vater "Ich konnte leider keine Krankheit ausfindig machen und ohne derartiges kann ich euch nicht helfen."

Wochen verstreichen jedoch besserte sich der Zustand von Mi Nuong kaum. Nun unternahm die Zofe etwas: "Mein Herr, ich weiß vermutlich was ihrer Tochter solche schmerzen bereitet. Mi Noung hat Liebeskummer, um sie zu heilen müssen Sie werter Herr, den gut aussehenden jungen Mann finden, der für ihre Tochter ein bestimmtes schönes Lied gesungen hat"
"So soll es sein" sprach der Mandarin und schickte einen Boten los.

Tage später kam der Bote wieder, "Mein Herr, in keinem der reichen Häuser ist das Lied bekannt, jedoch in benachbarten Dorf fand ich einen Mann, der es kannte, er heißt Truong Chi ein Fischer. Wie sie es mir befohlen habe ich ihn hierher gebracht."
"Ein Fischer?" rief der Mandarin mit ungläubiger Stimme. "Lass mich ihn sehen." Der Bote holte ihn in den Palast. Da stand nun der Fischer, fühlte sich furchtbar deplatziert mit weit aufgesperrten Augen, die den reichlich bemöbelten Raum mit Argwohn durchkämmen.

Für einen Moment fand der Mandarin vor Verwunderung seine Stimme nicht mehr. Der Mann war zwar jung aber nicht gut aussehend, seine Klamotten waren lumpig und er stank nach Fisch. Sicherlich ist das kein guter Fang für meine Tochter dachte sich der Mandarin. Irgendwie wird sie das schon begreifen...

"Bringe den Fischer vor der Tür meiner Tochter sein Lied singen" befahl er dem Boten.

Bald stand Troung Chi sehr angespannt außerhalb des Zimmers der jungen Frau. Er begriff immer noch nicht weshalb man ausgerechtet ihn an diesen Ort verfrachtet hatte. Was wollten alle nur von ihm? Er war nur ein einfacher Fischer, wünscht sich bloß ein tugendhaftes Leben. Niemand wurde jeh von ihm verletzt und er drehte nie krumme dinge!
Auf ein Signal des Boten, begann er nervös zu singen.

Meine Liebe ist wie eine Blume im Wind,
Meine Liebe ist wie ein Mondlichtstrahl auf den Wellen.


Halt Stopp bevor ihr weiter lest:
Dreimal darf geraten werden wie die Sage endet.
Tipp es hat etwas mit dem Liebeskristall zu tuen
28.6.13 02:04
 
Letzte Einträge: Freiheit, Der Sorgenbaum, Portraitreihe


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung